Fielmann schenkt Bornhöved Kopie der Gönnebeker Goldschale

Das Heimatmuseum De ole Rökerkaat ist um eine Attraktion reicher: Dank des Engagements der Fielmann AG in der Museumsförderung ist dort nun eine Replik  der „Gönnebeker Goldschale“ ausgestellt. Es handelt sich nicht um echtes Gold, aber um eine Kopie vom Original, das im Landesmuseum im Schloss Gottorf zu sehen ist. 
Nach Ankäufen schon einiger Gegenstände, darunter Werke des Heimatmalers Helmut Albrecht, hatten sich Jürgen Ostwald und seine Nachfolgerin in der Museumsförderung der Fielmann AG, Dr. Constanze Köster, nun der Gönnebeker Goldschale zugewandt.  „Dies ist ein ganz besonderes Stück, sein Wert liegt nicht im Material, sondern in der handwerklichen Arbeit, denn die ist, zumindest was das Äußerliche der Schale angeht, in einer Goldschmiedewerkstatt eins zu eins kopiert worden“, so Jürgen Ostwald. 
Gunna Plagmann von der Fielmann-Filiale Neumünster überreichte das gute Stück am 10. August an Bornhöveds Bürgermeister, denn bei der Gemeinde wird die Replik inventarisiert. Hans-Georg Kruse gab die Schale aber sogleich an „Museumsleiter“ Norbert von der Stein und damit den Ortsverein Bornhöved im Schleswig-Holsteinischen Heimatbund (SHHB) weiter, der die Aufgabe übernommen hat, das Museum zu betreuen und historische Gegenstände der Öffentlichkeit zugängig zu machen.
Als „Zeugen“ fungierten dabei unter anderem Prof. Dr. Holger Gerth, SHHB-Vizepräsident, Johanna Kegel-Maier als stellvertretende Leitende Verwaltungsbeamtin des Amtes Bornhöved, deren Mutter Helga Hauschildt sich sehr für die Lokalgeschichte eingesetzt hatte, sowie Gönnebeks Bürgermeister Knut Hamann. Für den Vorstand des Ortsvereins waren der Vorsitzende Dietrich Schwarz, dessen Stellvertreter Christian Detlof und Schriftführerin Hanne-Ursel Schlüter zugegen. Gemeinsam wurde an den verstorbenen Vorsitzenden Dr. Herbert Zeretzke erinnert, über den die Vermittlung der Replik stattgefunden hatte. 
„Gefunden wurde die Goldschale 1884 von Professor Adolf Pansch bei Grabungen in unserer Gemarkung, die damals über zahlreiche Hügelgräber verfügte. Der noch heute Schwarzer Berg genannte Grabhügel enthielt die bronzezeitliche Goldschale, die mittlerweile auch unser Gemeindewappen ziert“, schilderte Knut Hamann. Er verwies auch auf eine weitere, nicht ganz so fein gefertigte Kopie, die neben Duplikaten weiterer Gönnebeker Grabbeigaben im Segeberger Kreishaus ausgestellt ist. 
Streit unter den Gemeinden Gönnebek und Bornhöved um das gute Stück kam übrigens nicht auf, wenngleich Knut Hamann durchaus Interesse an einer Replik auch für seine Gemeinde zeigte. „Das wäre für Uns Dörphus natürlich ebenfalls ein toller Hingucker“, so der Bürgermeister. „Darüber können wir uns gern einmal gesondert austauschen“, zeigte sich Constanze Köster aufgeschlossen. 
Das Heimatmuseum De ole Rökerkaat (Am Kuhberg 5) ist sonntags von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Ehrenamtliche Museumswächter stehen gern Rede und Antwort zur Ausstellung.

 

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