Eisenbahn-Sonderausstellung im Heimatmuseum

Dass Bornhöved eine Bahnhofstraße und auch ein altes Bahnhofsgebäude hat, ist für viele Einheimische keine Neuigkeit. Was aber steckt dahinter? Bornhöved bildete eine zentrale Station der Kiel-Segeberger Eisenbahn (KSE), die von 1911 bis 1962 in Betrieb war. Dort, wo heute die Amtssporthalle steht, befand sich ein Bahnbetriebswerk, davor ein umfangreiches Gleisnetz. Kaum vorstellbar für alle, die es nicht selbst erlebt haben. In Erinnerung gerufen wird die KSE mit einer Sonderausstellung, die ab sofort im Bornhöveder Heimatmuseum „De ole Rökerkaat“ (Kuhberg 5) zu sehen ist.

„Es ist schon erstaunlich, wie sich Bornhöved über und entlang der alten Bahnstrecke entwickelt hat“, sagte Bürgermeister Dietrich Schwarz, als er mit Ausstellungs-Initiator Norbert von der Stein die Sonderausstellung eröffnete. Schwarz scheidet in diesen Tagen aus dem Amt, wollte sich den Anlass aufgrund seiner Verbundenheit zum Ortsverein Bornhöved im Schleswig-Holsteinischen Heimatbund aber nicht nehmen lassen, der das Museum betreibt.

Über 650 Personen aus ganz Schleswig-Holstein und Hamburg besuchten die Sonderausstellung im Jahr 2011, als sie erstmals aufgrund der Eröffnung der Bahnlinie Kiel – Segeberg vor 100 Jahren gezeigt wurde. Das Interesse war so groß, dass die Ausstellung zwei Mal verlängert werden musste. Neben echten Relikten aus der Zeit der KSE sind über 150 Bilder zu Streckenführung, Bahnbetrieb, Personal, Lokomotiven und Triebwagen zu sehen. Ein Modell des Bahnhofs Bornhöved ist ohnehin Teil der Dauerausstellung, die natürlich auch gesehen werden kann.

Geöffnet ist das Heimatmuseum an jedem Sonntag von 15 bis 18 Uhr, ehrenamtliche Museumswärter, viele Mitglieder des SHHB-Ortsvereins Bornhöved und Umgebung, tragen dafür Sorge.

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